Alfa Romeo 1750 GTam, 24h Spa-Francorchamps 1971 (1:18, AUTOart)


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Die Strecke
Der Kurs von Spa Francorchamps liegt eingebettet in den belgischen Ardennen zwischen den Städten Stavelot, Spa und Malmedy. Der Start Ziel Bereich befindet sich in der Nähe der Ortschaft Francorchamps, was der Rennstrecke ihren Beinamen einbringt.
Als die Strecke 1921 eröffnet wird, ist sie noch 14,863 km lang und besteht noch weitgehend aus öffentlichen Landstrassen.
Ursprünglich ist geplant, die Strecke mit einem Autorennen einzuweihen. Dieses muss jedoch abgesagt werden, da nur ein Teilnehmer erscheint. Stattdessen wird der Kurs mit einem Motorradrennen eröffnet.
1922 findet schließlich das erste Autorennen statt und seit 1925 wird dort mit einigen Unterbrechungen der Große Preis von Belgien ausgetragen. Die 24 Stunden von Spa Francorchamps feiern 1924, nur ein Jahr nach der ersten Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans, Premiere und werden vom Königlichen Automobil Club Belgien veranstaltet.
Von 1966 bis 1973 und von 1982 bis 1988 ist das Rennen Bestandteil der Tourenwagen-EM. Zudem wird das Rennen 1953 und 1981 im Rahmen der Sportwagen WM ausgetragen.
Ab 2001 werden die Spa 24 Stunden in den Rennkalender der FIA-GT aufgenommen. Seit diesem Zeitpunkt sind nur noch GT-Fahrzeuge zum Rennen zugelassen. Nach dem Ende der FIA GT Serie wird das Rennen seit 2011 im Rahmen der Blancpain Endurance Series ausgetragen. Im heurigen Jahr konnten Maxi Bukh, Maxi Götz und Bernd Schneider im Mercedes SLS AMG GT3 das Rennen gewinnen.

Auch wenn die Strecke im Laufe der Zeit immer wieder modernisiert wird (u.a. wird die Strecke 1979 auf gut die Hälfte gekürzt), zählt sie heute zu den letzten Naturrennstrecken der Welt. Wetterkapriolen, Höhendifferenzen von insgesamt etwa 100 Metern, schnelle Kurven mit hohen Fliehkräften und Passagen wie Eau Rouge, Rivage oder Blanchimot machen die Strecke weltberühmt.
Doch leider erlangt der Kurs auch durch spektakuläre Unfälle und Tragödien traurige Berühmtheit. Unvergessen ist beispielsweise1998, als es beim Start des F1 Rennens zu einer beispiellosen Kollision kommt, in die gleich dreizehn Autos verwickelt sind. Zwar kommen alle Beteiligten mit dem Schrecken davon, das Rennen muss allerdings für eine Stunde unterbrochen werden.
Ein Jahr später versucht der kanadische F1 Rennfahrer Jacques Villeneuve mit seinem BAR Honda die Eau Rouge mit Vollgas zu durchfahren und crasht dabei schwer. Wie durch ein Wunder steigt Villeneuve unverletzt aus dem völlig zerstörten Fahrzeug.
Aber nicht immer geht es so glimpflich ab. Das deutsche Rennsporttalent Stefan Bellof verunglückt bei den 1000km von Spa 1985 in der Eau Rouge tödlich.


Das Team
Autodelta wird im Jahr 1963 von Carlo Chiti zusammen mit Lodovico Chizzola in Udine gegründet. Chiti hatte in den 50er Jahren bereits für Alfa Romeo gearbeitet und ging danach zu Ferrari, wo er 1961 wegen Unstimmigkeiten mit Enzo Ferrari vor die Tür gesetzt wurde. Sein Partner Chizzola betreibt ein Alfa-Autohaus in Udine. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass Autodelta von Anfang an eng mit Alfa Romeo zusammenarbeitet.
Um näher am Standort des großen Bruders zu sein, übersiedelt Chiti mit Autodelta 1964 in die Nähe von Mailand. Chizzola entscheidet sich gegen einen Umzug und bleibt in Udine. 1966 wird die kleine Firma in den Alfa Konzern eingegliedert, wobei Autodelta eine rechtlich selbstständige Tochtergesellschaft des Staatsunternehmens bleibt und weiterhin von Chiti geführt wird. Bei den Rennen starten die Wagen jetzt unter dem Herstellernamen und mit dem Logo von Autodelta.
In dieser Zeit beginnen auch die erfolgreichsten Zeiten des Unternehmens: Auf Basis der Alfa Giulia GTA und des Tipo 33/3 baut Autodelta unzählige Rennsportvarianten auf. Bis in die späten Siebziger Jahre können diese Fahrzeuge auf europäischen Rennstrecken etliche Siege einfahren. Als die größten Erfolg aus dieser Zeit kann man sicher den Gewinn der Sportwagen-WM 1975 und ´77 bezeichnen, die Autodelta mit dem Nachfolger des 33/3, dem 33TT12 holt.
Aber Alfa Romeo hat größere Pläne und strebt in die Formel 1. Zunächst als Motorenlieferant für Bernie Ecclestones Team Brabham und ab 1979 starten die Italiener mit ihrem eigenen Wagen in der Formel 1. Aber der Erfolg bleibt aus und es kommt noch schlimmer, als der Alfa Pilot Patrick Depailler bei Testfahrten in Hockenheim 1980 tödlich verunglückt.
Nach zwei weiteren desaströsen Jahren steigt Alfa Romeo Ende 1982 desillusioniert aus der Formel 1 aus. Die komplette Rennausrüstung wird an das italienische Euroracing Team verkauft, das zwischen 1983 und 1985 unter dem Namen Alfa Romeo an der Formel 1 teilnimmt. Allerdings sind weder Alfa noch Auto Delta in dieses Projekt involviert.
Mit dem Rückzug von Alfa Romeo aus dem Rennsport ist auch das Schicksal von Autodelta besiegelt. Carlos Chiti gründet Motori Moderni und entwickelt dort auf Initiative von Giancarlo Minardi innerhalb von kürzester Zeit einen V6-Turbomotor für die Formel 1. Der Motor ist allerdings kein Erfolg. In drei Jahren fährt er keinen einzigen Meisterschaftspunkt ein.
Ende 1990 zieht sich Chiti aus dem Berufsleben zurück. Am 7. Juli 1994 stirbt er in Mailand.


Das Fahrzeug
Der Alfa Romeo 2000 GTAm wird zwischen 1970 und 1971 gebaut. Das `Am` am Ende der Typenbezeichnung steht für Americana und ist ein Hinweis auf die US Version 1750 GTV mit Einspritzanlage, die das Homologationsfahrzeug für die Rennversion ist. Der Motor des GTAm leistet 240 PS, allerdings ist das Gewicht des Fahrzeugs mit rund 900 kg auch relativ schwer.
In seiner Laufbahn kann der GTAm 11 Siege, 13 zweite Plätze und 15 dritte Plätze herausfahren.

Im Qualifikationstraining der 24 Stunden von Spa 1971 sind Carlo Facetti und Toine Hezemans im Alfa zwar über 20 Sekunden langsamer als der Polesetter (Chevrolet Camaro) und können das Fahrzeug nur auf den wenig aussichtsreichen zwölften Startplatz stellen.
Im Rennen kann das Duo aber von den zahlreichen Ausfällen profitieren. Schlußendlich überquert der Alfa mit 22 Runden Rückstand als Dritter hinter dem Ford Capri von Glemser/Soler Roig und dem Mercedes 300 SEL von Heyer/Schickentanz die Ziellinie.


Die Fahrer
Carlo Facetti wird am 26 Juni 1935 in Cormano/Italien geboren. Bei der Targa Florio im April 1961 bestreitet er sein erstes Rennen. Danach fährt er mit Alfa Romeo und Autodelta vorwiegend Tourenwagen und kann 1970 und ´71 mit einem GTAm von Autodelta bei den 24 Stunden von Spa den dritten Platz einfahren.
1979 sichert er sich mit einem BMW CSL die Gesamtwertung in der Tourenwagen-EM.
In Le Mans tritt der Italiener zwischen 1968 und 1984 insgesamt achtmal an. Das beste Ergebnis ist ein fünfter Platz, den er 1968 in einem Autodelta Alfa Romeo TT33/2 erzielt.
Zwischen 1961 und 1995 ist Facetti bei 250 Rennen am Start, in denen er 25 Siege, 19 zweite und 14 dritte Plätze einfahren kann.

Toine Hezemans wird am 15 April 1943 in Einhoven/Niederlande als Sohn des Rennfahrers Mathieu Hezemans geboren.
Bei seinem Rennsportdebüt 1967 fährt der Holländer in einem Fiat Abarth auf den zweiten Platz. Bereits im Rennen darauf kann Hezemans seinen ersten Sieg verbuchen.
1970 wechselt er zu Alfa Romeo und kann mit den Italienern in der Tourenwagen EM den Titel holen. Ein Kunststück, das Hezemans auch 1973 wieder gelingt – diesmal allerdings mit BMW.
Mitte der Siebziger Jahre geht er in die Deutsche Rennsportmeisterschaft, wo er bis zu seinem Karriereende 1979 für BMW, Ford und Porsche startet.
Insgesamt erzielt Hezemans in seiner Laufbahn 42 Siege, 36 zweite und 18 dritte Plätze. Außerdem ist der Niederländer zwischen 1970 und 1978 sechsmal bei den 24 Stunden von Le Mans am Start. Sein bestes Ergebnis erzielt er 1975, als er mit einem Porsche 911 Carrera RSR von Gelo Racing den Klassensieg bzw. den fünften Gesamtrang holt.
Auch Toines Sohn Mike Hezemans ist Rennfahrer. Neben den Andrettis sind die Hezemans die zweite Familie, wo Großvater, Vater und Sohn bei den 24 Stunden von Le Mans am Start waren.

Das Modell
Zum Modell selbst gibt es an und für sich nicht viel zu sagen. Äußerlich ein tiptop Modell, aber leider haben sich die kleinen, AutoArt typischen Schwächen bei Motor und Innenraum auch hier eingeschlichen. Das ist auch der Grund, warum dieses Modell erst jetzt bei mir Einzug gehalten hat.
Leider ist mein Modell nicht ganz makellos. Wie man auf dem vorletzten Bild gut erkennen kann, gibt es da einen fiesen Lackschaden im Bereich des vorderen Scheibenrahmens. Anfangs hatte ich sogar überlegt ob ich das Modell zurückschicken soll, aber da der Händler kein Austauschmodell mehr auf Lager hatte und ich unbedingt die Spa Variante haben wollte, habe ich dann doch davon abgesehen. Mal schauen, ob sich der Fehler mit meinen bescheidenen Mitteln kaschieren lässt.

Author: 1979psh

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