Ferrari 512BB LM, Pozzi JMS Racing, 24 h Le Mans 1980 (1:18, BBR)


  • Ferrari 512BB LM, Pozzi JMS Racing, 24 h Le Mans 1980 (from 1980)
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  • BBR
  • 1:18
  • Showcase model / No engine
  • blue (brilliant finish)
  • Limited to 1.520 pieces
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  • Not for sale
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Fahrer: Lucien Guitteny/Gérard Bleynie/Jean Paul Libert
Resultat: D.N.F.


Ende der Siebziger Jahre entwickelte die Ferrari Werksabteilung vier leicht modifizierte Rennversionen des Ferrari 512BB um damit an den 24 Stunden von Le Mans 1978 teilzunehmen. Da Ferrari auf die Formel 1 fokussiert war, sah man von einem Werkseinsatz ab und die Fahrzeuge wurden offiziell als Kundenfahrzeuge registriert. Unterstützt wurde das Projekt von den Generalimporteuren von Frankreich (Pozzi), Belgien (Ecurie Francorchamps) und Nordamerika(NART).

Obwohl keines der vier gestarteten Fahrzeuge die Zielflagge sah, überzeugte der 512BB auf Anhieb durch die besseren Fahrleistungen, die er im Vergleich zu seinem Vorgänger, dem 365 GTB/4, hatte. Ermutigt von dieser Performance entwickelte Ferrari zusammen mit Pininfarina den Ferrari 512BB LM, der über eine im Windkanal optimierte GFK-Karosserie verfügte. Mit seinem 4,9l Zwölfzylinder Mittelmotor leistet der Wagen 480 PS und erreichte damit in Le Mans Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 350 km/h. Trotzdem konnte sich der 512BB LM nie gegen die mehr als 700 PS starken Porsche 935 durchsetzen. Auch die anfällige Getriebetechnik machte den Ferrari Piloten oft einen Strich durch die Rechnung.

In Le Mans 1979 kam nur der Ferrari von Jean Blaton (der unter dem Synonym "Beurlys" startete) über die Distanz und wurde Zwölfter, die restlichen drei Fahrzeuge, die von Pozzi JMS Racing und NART eingesetzt wurden, fielen aus.

Trotz dieses Rückschlags hatten sich bei der nächsten Ausgabe des Langstreckenklassikers im Juni 1980 insgesamt fünf Ferrari 512BB LM in die Starterliste eingetragen. Pozzi JMS Racing war mit drei Fahrzeugen und Fahrern wie Claude Ballot-Léna und Jean Claude Andruet angereist, die restlichen zwei Ferraris wurden von EMKA Productions und Scuderia Supercar Belancauto eingesetzt. Aber wie bereits im Vorjahr gab es auch in diesem Jahr eine hohe Ausfallquote. Bei zeitweise schwierigen Wetterbedingungen konnte lediglich eines der drei gestarteten Pozzi JMS Racing Fahrzeuge (#76, Jean Xhenceval, Pierre Dieudonné, Hervé Regout) das Rennen auf Platz 10 beenden und der Ferrari von EMKA erreichte das Ziel auf P23. Das hier gezeigte Schwesterfahrzeug der #76 wurde von Lucien Guitteny (F), Gérard Bleynie (F) und Jean Paul Libert (B) pilotiert und ging von Startplatz 36 aus ins Rennen. Nach 7 Stunden Fahrzeit wurde das Fahrzeug in der 129. Runde bei einem Unfall so schwer beschädigt, dass an ein Weiterfahren nicht mehr zu denken war.

Bis zu seinem reglementsbedingten Ende 1984 konnte der Ferrari 512BB LM keine nennenswerten Erfolge einfahren. Insgesamt wurden 25 Fahrzeuge gebaut, die bei 26 Rennen auf sieben verschiedenen Strecken wie Daytona, Sebring und Le Mans zum Einsatz kamen.


Auch wenn der Ferrari 512BB LM im Original nie sonderlich erfolgreich war und immer hinter den Erwartungen blieb, verhält es sich im Maßstab 1:18 genau umgekehrt. Hier kann sich der 512BB LM wohl ohne Übertreibung in die Riege der detailliertesten und wertigsten Modelle einreihen. Man beachte nur Details wie den Scheibenwischer, die Auspuffhaltefedern oder das Stoffnetz. Es ist echt Wahnsinn, was BBR mit diesem Modell auf die Räder gestellt hat.
In meiner Sammlung stellt dieses Fahrzeug jedenfalls die absolute Königsklasse der Modellbaukunst dar! Angesichts der Details können da auch meine heißgeliebten Exoto C9, die für mich bis jetzt immer "Modellbaukunst der höchsten Stufe" waren, nicht mehr mithalten (ich weiss schon, dass die älter sind)

Author: 1979psh

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