Collection "1979psh" | 1000 km Spa Francorchamps

Der Kurs von Spa Francorchamps liegt eingebettet in den belgischen Ardennen zwischen den Städten Stavelot, Spa und Malmedy. Der Start Ziel Bereich befindet sich in der Nähe der Ortschaft Francorchamps, was der Rennstrecke ihren Beinamen einbringt.
Als die Strecke 1921 eröffnet wird, ist sie noch 14,863 km lang und besteht noch weitgehend aus öffentlichen Landstrassen.
Ursprünglich ist geplant, die Strecke mit einem Autorennen einzuweihen. Dieses muss jedoch abgesagt werden, da nur ein Teilnehmer erscheint. Stattdessen wird der Kurs mit einem Motorradrennen eröffnet.
1922 findet schließlich das erste Autorennen statt und seit 1925 wird dort mit einigen Unterbrechungen der Große Preis von Belgien ausgetragen. Die 24 Stunden von Spa Francorchamps feiern 1924, nur ein Jahr nach der ersten Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans, Premiere und werden vom Königlichen Automobil Club Belgien veranstaltet.
Von 1966 bis 1973 und von 1982 bis 1988 ist das Rennen Bestandteil der Tourenwagen-EM. Zudem wird das Rennen 1953 und 1981 im Rahmen der Sportwagen WM ausgetragen.
Ab 2001 werden die Spa 24 Stunden in den Rennkalender der FIA-GT aufgenommen. Seit diesem Zeitpunkt sind nur noch GT-Fahrzeuge zum Rennen zugelassen. Nach dem Ende der FIA GT Serie wird das Rennen seit 2011 im Rahmen der Blancpain Endurance Series ausgetragen. Im heurigen Jahr konnten Maxi Bukh, Maxi Götz und Bernd Schneider im Mercedes SLS AMG GT3 das Rennen gewinnen.

Auch wenn die Strecke im Laufe der Zeit immer wieder modernisiert wird (u.a. wird die Strecke 1979 auf gut die Hälfte gekürzt), zählt sie heute zu den letzten Naturrennstrecken der Welt. Wetterkapriolen, Höhendifferenzen von insgesamt etwa 100 Metern, schnelle Kurven mit hohen Fliehkräften und Passagen wie Eau Rouge, Rivage oder Blanchimot machen die Strecke weltberühmt.
Doch leider erlangt der Kurs auch durch spektakuläre Unfälle und Tragödien traurige Berühmtheit. Unvergessen ist beispielsweise1998, als es beim Start des F1 Rennens zu einer beispiellosen Kollision kommt, in die gleich dreizehn Autos verwickelt sind. Zwar kommen alle Beteiligten mit dem Schrecken davon, das Rennen muss allerdings für eine Stunde unterbrochen werden.
Ein Jahr später versucht der kanadische F1 Rennfahrer Jacques Villeneuve mit seinem BAR Honda die Eau Rouge mit Vollgas zu durchfahren und crasht dabei schwer. Wie durch ein Wunder steigt Villeneuve unverletzt aus dem völlig zerstörten Fahrzeug.
Aber nicht immer geht es so glimpflich ab. Das deutsche Rennsporttalent Stefan Bellof verunglückt bei den 1000km von Spa 1985 in der Eau Rouge tödlich.