Sauber C9 (1:18, Exoto)


  • Sauber C9
  •  
  • Exoto
  • 1:18
  • Showcase model / No engine
  • silver (brilliant finish)
  • unlimited
  •  
  • In near mint condition
  • Original package exists
  • Not for sale
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Die ersten beiden Le Mans Einsätze des C9 waren gelinde gesagt sehr durchwachsen. Bei ihrem ersten Start 1987 waren die Sauber zwar schnell, kamen aber nicht über die Distanz und 1988 verzichtete das Schweizer Rennteam nach einem Reifenschaden im Training auf einen Rennstart.
1989 versuchte es Peter Sauber erneut, allerdings waren die Vorzeichen diesmal ungleich besser. Nachdem Mercedes Benz in den Vorjahren nur als reiner Motorenpartner von Sauber aufgetreten war, weiteten die Stuttgarter ihr Engagement zu Beginn der Sportwagen – WM 1989 aus und so kam Sauber als offizielles Mercedes - Werksteam mit silber lackierten Autos nach Le Mans. 35 Jahre nach der verheerenden Le Mans Katastrophe waren die Silberpfeile wieder zurückgekehrt.

Es war die 57. Ausgabe des Langstreckenklassikers und 3 Wochen vor dem Start hatte die FOCA dem Rennen den WM Status entzogen, was aber der Beliebtheit und der Faszination des Rennens keinen Abbruch tat. Das hochkarätige Starterfeld bestand neben Sauber-Mercedes, die mit 3 Fahrzeugen und Fahrern wie Jochen Mass, Jean Louis Schlesser, Jean Pierre Jabouille und Mauro Baldi angereist waren, auch aus Vorjahressieger Jaguar mit 4 Autos und Piloten vom Schlage eines Jan Lammers, Patrick Tambay oder John Nielsen. Die japanischen Hersteller Nissan, Toyota und Mazda hatten sich mit je drei Autos in die Starterliste eingetragen und Porsche war zwar nicht als Werksteam, aber mit 17 sogenannten Kundenautos vor Ort (die `Kunden` waren namhafte Teams wie Joest, Brun oder Kremer). Außerdem meldete sich in diesem Jahr mit Aston Martin eine weitere legendäre Marke in Le Mans zurück.

Beim Qualifying knackte Kenny Acheson im Sauber mit der #61 auf der Mulsanne Geraden die magische 400 km/h Marke. Auch Jean Louis Schlesser, der das Schwesterfahrzeug mit der #62 pilotierte, kratzte an dieser Marke und gab nach der Session zu Protokoll: „ Es ist nicht das Ärgste 400 zu fahren. Aber eine halbe Minute draufzubleiben, dafür brauchst du schon ziemlich viel Blödheit.“
Jedenfalls stellte Schlesser den Boliden, den er sich mit seinen französischen Landsleuten Alain Cudini und Jean Pierre Jabouille teilte, auf die Pole, Acheson/Baldi/Branciatelli holten sich den zweiten Startplatz und der dritte Sauber (#63) mit der Fahrerpaarung Mass/Reuter/Dickens fand sich an der elften Stelle wieder.
Mit ein Grund für die Poleposition war der folgende, damals beliebte Trick: Schlesser bestritt das Qualifying mit dem Chassis 02. In diesem Chassis war ein spezieller Chip eingebaut, der für einen höheren Ladedruck sorgte. Damit hatte die #62 in dieser Session mehr Leistung zur Verfügung als die beiden Schwesterfahrzeuge. Für das Rennen wechselten Schlesser und Co dann wie geplant auf das Chassis 05, das Sauber ursprünglich als T-Car nominiert hatte.

Im Rennen konnte Schlesser seine Pole Position allerdings nicht umsetzen. Gleich beim Start wurde er von Mauro Baldi überholt, der damit die Führung übernahm. In der Anfangsphase des Rennens konnten die beiden Sauber den Speed von Jaguar und Porsche aber nicht mitgehen und fielen etwas zurück. Einzig der dritte Silberpfeil mit der #63 konnte in den ersten Runden Plätze gutmachen und lag nach einer halben Stunde bereits auf der 4. Position.
In der ersten Hälfte des Rennens sah es ganz so aus, als würden Jaguar und Joest (Porsche 962) den Sieg unter sich ausmachen. Die ganze Nacht über lag eines der beiden Teams in Führung, während Sauber vor allem in der Anfangsphase des Rennens von Problemen geplagt wurde: Mass fiel bis auf die zwanzigste Position zurück, weil er einen auf der Strecke liegenden Auspuff überfuhr und sich dabei den Unterboden der #63 beschädigte, während Baldi mit Bremsproblemen zu kämpfen hatte und einen Dreher fabrizierte. Am schlimmsten erwischte es jedoch die #62, die in eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug verwickelt war und sich dabei die Karosserie beschädigte. Danach bekam das Auto Reifenprobleme, die man während des ganzen Rennens nicht mehr in den Griff bekam und deshalb Speed rausnehmen musste, um das Auto sicher ins Ziel zu bringen.
Aber auch für die anderen Teams verlief das Rennen nicht problemlos: Der Joest Porsche geriet beim Betanken zweimal in Brand und von den ursprünglich 4 Jaguars waren bis zum Morgengrauen nur noch zwei im Rennen. Ein Aston Martin fiel wegen Motorschaden aus und von den Toyotas und Nissans sah überhaupt kein Fahrzeug die karierte Flagge.
Als der führende Jaguar dann Getriebeprobleme bekam und einen langen Reparaturstop einlegen musste, schlug die Stunde von Sauber - Mercedes. In der fünfzehnten Stunde des Rennens ging die #63 in Führung und gab diese bis zum Ende des Rennens nicht mehr ab. Beim letzten Boxenstop säuberte die Mannschaft noch den Mercedes Stern an der Front der Autos und nach 24 Stunden war die Sensation perfekt: 37 Jahre (1952) nach dem letzten Mercedes Sieg überquerte wieder ein echter Silberpfeil als Erster die Ziellinie in Le Mans. Dahinter machten Acheson/Baldi/Branciatelli trotz Getriebeproblemen – sie hatten in der Endphase des Rennes nur noch den fünften Gang zur Verfügung - den Doppelsieg perfekt, während die #62 hinter dem Joest Porsche und dem Jaguar als Fünfter ins Ziel kam.

Author: 1979psh

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