Mercedes-Benz W06 SSKL (1931 - 1933) (1:87, Eigenbau)


  • Mercedes-Benz W06 SSKL (1931 - 1933) (from 1931)
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  • Eigenbau
  • 1:87
  • Showcase model / No engine
  • silver (matt finish)
  • Unikat
  • Limited to 1 pieces
  •  
  • Not specified
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  • Not for sale
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Mercedes-Benz W06 SSKL Stromlinienform, AVUS Rennen 22. Mai 1932, Nr. 31 Fahrer Manfred von Brauchitsch

Das Vorbild...

Der SSKL war die letzte Entwicklungsstufe des SSK und seit 1931 das leistungsstärkste Fahrzeug von Mercedes-Benz mit dem man an international bedeutsamen Rennen teilnehmen konnte. Auch wenn Rudolf Caracciola 1931 neben der Mille Miglia in Italien, dem Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring auch das damals schnellste Rennen in Europa auf der Berliner AVUS gewann, war der SSKL mit seinem hohen Gewicht eigentlich schon veraltet. Die Konkurrenz aus Italien (Alfa Romeo) und Frankreich (Bugatti) hatte mit Ihren leichteren und wendigeren Wagen hier deutliche Vorteile.

In Folge der Weltwirtschaftskrise musste sich Mercedes-Benz wegen zunehmender wirtschaftlichen Probleme jedoch für die Saison 1932 ganz aus dem Rennsport zurück ziehen. Daraufhin wechselte Rudolf Caracciola zu Alfa Romeo. Die Marke mit dem Stern wurde in dieser Zeit nur noch von Privatfahrern wie Hans Stuck oder Manfred von Brauchitsch vertreten. So starteten auch beide Fahrer am 22. Mai 1932 zum AVUS-Rennen mit zwei veränderten und höchst unterschiedlichen Ausführungen des SSKL.

Mit der Startnummer 31 war der der Wagen von Manfred von Brauchitsch zweifellos das ungewöhnlichste Fahrzeug des Rennen. Im Vorfeld des Rennen überredete der Aerodynamiker Reinhard von König-Fachsenfeld von Brauchitsch im Vorfeld seinen Wagen mit einer stromlinenförmigen Spezialkarosserie zu versehen. Nach Überzeugung von König-Fachsenfeld würde die Karosserie eine Geschwindigkeit vom über 230 Km/h ermöglichen und einer vergleichbaren Mehrleistung von ca. 80 PS entsprechen. Nach
anfänglichen Zögern stimmte Manfred von Brauchitsch, unter der Bedingung dass die Kosten 1.000 Reichsmark nicht übersteigen dürften, schließlich zu. Innerhalb von 14 Tagen wurde der Wagen von der Cannstadter Karosseriebaufirma Vetter fertiggestellt. Gerade noch rechtzeitig, um auf eigener Achse fahrend, zum Beginn der Trainingsläufe in Berlin anzukommen.

Das ungewöhnliche Aussehen des Wagens führte in Berlin zur Heiterkeit beim Publikum und der Konkurrenz. Auch bereitete der Wagen im Training zahlreiche Probleme, so das von Brauchitsch schon alles hinschmeißen wollte und seinen Wagen daraufhin mit den wenig schmeichelhaften Spitznamen Gurke bedachte. Doch durch indirekte Hilfe des Werkes ließen sich über Alfred Neubauer die Mängel beseitigen und in der Nacht vor dem Rennen wurde auch noch die Hinterachse mit einer geänderten Übersetzung ausgetauscht. Das Rennen entwickelte sich zu einem spannenden Zweikampf zwischen Caracciola auf seinen leichteren Alfa und von Brauchitsch der auf den Geraden zwar schneller war doch in den Kurven wieder Boden an Caracciola verlor. In der letzten Runde jedoch zog von Brauchitsch an Caracciola vorbei und gewann mit einem Gesamtdurchschnitt von 194,4 km/h das Rennen und stellte damit einenneuen Avus-Rekord auf. Durch seine Karosserie erreichte der Wagen tatsächlich eine Endgeschwindigkeit von über 230 km/h. Mit einer rund 10 km/h höheren Durchschnittsgeschwindigkeit über das Ganze Rennen war Manfred von Brauchitsch schneller als Caracciola im Vorjahr auf einen normalen SSKL.

Interessant ist, dass der Wagen von Brauchitsch nicht in der damals für Deutschland üblichen Rennfarbe weiß lackiert war, sondern seine unlackierte Aluminium Karosserie silbrig glänzte. Die fehlende Lackierung könnte der knappen Zeit bis zum Rennen geschuldet sein. Jedenfalls führte die silbrige Erscheinung zur Geburtsstunde einer legendären Bezeichnung. Denn der Rundfunkreporter Paul Laven bezeichnete bei der Live-Berichterstattung des AVUS-Rennen den Wagen von Brauchitsch als er in der letzten Runde mit Vollgas an Caracciola vorbeizog voller Euphorie als „silbernen Pfeil“.

Eine Woche später startete von Brauchitsch mit seinen unveränderten Wagen beim Eifelrennen auf dem Nürburgring. Die Karosserie brachte jedoch auf der kurvenreichen Strecke keine Vorteile, so dass von Brauchitsch mit fast 5 Minuten Abstand zum siegreichen Caracciola zumindest den dritten Platz erreichen konnte. Nach dem Rennen erhielt der Wagen wieder eine konventionelle Karosserie.


Das Modell...

Der Wagen von Brauchitsch entstand als Eigenbau in "Sandwich" Bauweise aus einzelnen Polystrolplatten. Hierzu wurden am Computer zunächst entsprechende Blueprints angefertigt und auf dessen Basis alle Einzelteile entworfen. Dies "Puzzle" wurde ausgedruckt, mittels doppelseitiger Klebefolie auf die entstprechend dicke Polystrolplatten ( 0,5 - 1 mm) geklebt und anschließend ausgeschnitten. Die Einzelteile wurden anschließend verklebt, verspachtelt und in Form geschliffen. Details wurden graviert, wobei die alten festeren selbst klebenden Dyna-Labelbänder als Führung diente, oder mittels 0,3 mm Polystrolstäbchen ergänzt. Benötigte Teile wie Räder inkl. Achsstummel, Sitze und Amarturenbrett inkl. Lenkrad wurden von einem SSK aus dem Hause Busch übernommen.

Author: Coachwork87

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